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Gemeinsam Potentiale entwickeln für eine neue Schul- und Lernkultur.

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Der Deutsche Coaching Verband e. V. (DCV) übernimmt die Schirmherrschaft für die „Coaching-Initiative Bildung und Zukunft e. V. (CIBZ)“.

Sowohl Lehrerinnen und Lehrer als auch Schulleiterinnen und Schulleiter erleben eine Fülle an Veränderungen und Reformen im Schulbereich. Wie kann man die Menschen bei diesen Veränderungs-Prozessen begleiten? Beide Vereine sind der Meinung: Coaching ist ein wichtiger Schlüssel zur Unterstützung.

Mit der Übernahme der Schirmherrschaft möchte der Deutsche Coaching Verband zusammen mit der Coaching-Initiative günstige Rahmenbedingungen für eine förderliche Schul- und Lernkultur unterstützen. Coaching-Maßnahmen stehen dabei im Mittelpunkt. „Durch Coaching und die Vermittlung von coachender Haltung und Kompetenz trägt die Coaching-Initiative zu einer mehr potentialorientierten Schul- und Lernkultur bei“, so Vorstandsmitglied der CIBZ, Franz Neumeyer. Er erhofft sich durch die Zusammenarbeit mit dem DCV „einen schnellen Zugang zu zertifizierten Coaches in ganz Deutschland, um die weitere Ausdehnung von Schulleitercoaching zu ermöglichen“. Außerdem bietet sich eine Zusammenarbeit mit dem DCV an, „da wir ihn wegen seinem Zertifizierungsprozess und seinen Ethischen Richtlinien als einen qualitätsorientierten und professionellen Coachingverband ansehen und dieser Eindruck durch die Menschen, die wir kennengelernt haben, unterstützt wurde. Darüber hinaus teilen wir das Bild des Menschen als ganzheitliches Wesen und das Ziel der verbandsübergreifenden Arbeit.“

Margot Böhm, Vorstandssprecherin des DCV freut es, „einen Beitrag dazu leisten zu können, eine wertschätzende und stärkende Haltung in Schulen weiter zu entwickeln“. „Ich finde es ausgesprochen sinnvoll, dass sich die Kultur des Miteinanders und des Lernens an unseren Schulen in Richtung Entwicklungsfreude, Wertschätzung, Kommunikation auf Augenhöhe und ein Denken in Alternativen weiterentwickelt.
Für das alles steht Coaching, und Coaching kann einen wunderbaren Beitrag dazu leisten, das deutlich zu stärken. Darüber hinaus ist Coaching ein hochwirksames Instrument zur Reflexion der SchulleiterInnen- und Lehrer/innenrolle, zur Stärkung von Team- und Organisationsentwicklung und von Führungskompetenz.
Indem Coaching Menschen in Schulen unterstützt, unterstützt es Menschen dabei, gestärkt und entspannt ihren persönlichen Beitrag für ein gutes Leben in unserer Gesellschaft zu leisten und kollegial und professionell miteinander umzugehen.“

Der DCV möchte die Coaching-Initiative zukünftig durch gemeinsame Auftritte, die Vermittlung von Coaches und die Zusammenarbeit bei Öffentlichkeitsmaßnahmen unterstützen.

Beide Vereine verstehen sich als „Botschafter für Potentialentwicklung“. Beide Vereine wollen durch die Kooperation einen gesellschaftlichen Beitrag leisten.
Gemeinsam Potentiale schöpfen für ein positives Miteinander, für mehr Zufriedenheit und eine Zukunftsfähigkeit der Bildungslandschaft.
Der DCV freut sich auf die engagierte Zusammenarbeit.

Presse-Kontakt DCV: karsten.ritschl@coachingverband.org
Presse-Kontakt CIBZ: communications@angelika-beiersdorf.de
Web-Site CIBZ: http://www.coachinginitiative.de/

Deutscher Coaching-Verband (DCV) wählt neues Vorstands-Team

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Im Rahmen der ordentlichen Mitgliederversammlung wählten die Mitglieder des Deutschen Coaching Verbandes e. V. (DCV) am 4.April 2014 in Berlin eine neue Vorstandszusammensetzung.

Die bisherigen Vorstände haben sich nicht mehr zur Wahl gestellt. Der DCV bedankt sich für das jahrelange Engagement.

Dem Vorstand des DCV gehören vier Mitglieder an, die laut Satzung alle zwei Jahre von der Mitgliederversammlung bestätigt oder neu gewählt werden.

Das neue Vorstands-Team setzt sich zukünftig zusammen aus:

  • Margot Böhm (Vorstands-Sprecherin)
  • Günter Paus (Vorstand für Finanzen)
  • Stefanie Schäfer (Vorstand für Mitgliederangelegenheiten, Fach- und Regionalgruppenbetreuung)
  • Karsten Ritschl (Vorstand für Öffentlichkeitsarbeit)

Kurze Vorstellung des neuen Vorstands-Teams:

Margot Böhm

Coaching ist aus meiner Sicht zutiefst menschenfreundlich, ermöglicht persönliche Freiheit, schafft Möglichkeitsräume und trägt dazu bei, auf Augenhöhe und wertschätzend auch miteinander “in Bewegung” zu sein. Weil Coaching somit auf (Selbst-)Verantwortung und Kreativität zielt, scheinbare “Alternativlosigkeiten” in Frage stellt und fundierte Entscheidungen sowie bewusstes Handeln ermöglicht, leistet es für einzelne, für Organisationen und für unsere Gesellschaft als Ganze “Wesentliches”. In diesem Sinne ist es mir ein Anliegen, über die Verbandsarbeit zum einen Coaching als Profession und zum anderen DCV-Coaches selber fachlich und unternehmerisch zu stärken.

Kontakt: margot.boehm@coachingverband.org

Günter Paus

Nach innen arbeite ich für die weitere stabile finanzielle Entwicklung, nach außen, dass der Verband als gewichtig und mit führend in der Fachöffentlichkeit und für die Nachfrager wahrgenommen wird.

Kontakt: guenter.paus@coachingverband.org

Karsten Ritschl

Am DCV schätze ich, dass wir uns einsetzen für eine seriöse Positionierung von Coaching in Deutschland. Ich möchte einen Beitrag zu einer klaren Kommunikation und einer positiven Darstellung des DCV leisten. Ich glaube, dass unser Verband durch verstärktes Engagement in der Zukunft als der kompetente Ansprechpartner bei seinen Mitgliedern, in der Coaching-Szene und in der Gesellschaft wahrgenommen werden kann.

Kontakt: karsten.ritschl@coachingverband.org

Stefanie Schäfer

Menschen zusammen bringen, miteinander ins Gespräch kommen, Neues Lernen, Potenzial entwickeln – das ist meine Passion.
 Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit meinen Kolleginnen und Kollegen und auf den Austausch mit den Verbandsmitgliedern in den Regionen. Gerne setze ich mich für die Professionalisierung von Coaching ein, dafür, dass unser Verband weiterhin wächst, es auch zukünftig Möglichkeiten der Weiterbildung gibt – und wir im Außen noch stärker wahrgenommen werden.

Kontakt: stefanie.schaefer@coachingverband.org

NEU: Einführung von QR-Code im Coaching-Bereich

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Der QR-Code auf den neuen Zertifikaten ist nach Ansicht des DCV ein weiterer Schritt zur Transparenz und Qualitätssicherung in der Coaching-Landschaft.

Der Deutsche Coaching Verband (DCV) nutzt ab sofort QR-Code für seine Zertifikate. Neben der Benennung von Qualitäts-Kriterien ist die Qualitätsprüfung eine wichtige Aufgabe des Deutschen Coaching Verbandes (DCV). Mit Hilfe des neu vorhandenen QR-Codes können Kunden prüfen, ob das Zertifikat des Coachs noch gültig ist und ob der Coach die Richtlinien zur Qualitätssicherung eingehalten hat, wie z.B. die Verpflichtung zur regelmäßigen Teilnahme an Weiterbildungen. Wenn Qualitäts-Richtlinien nicht eingehalten werden, dann wird dies durch die Anzeige eines entsprechenden Links sichtbar gemacht.

Für die Anzeige und Verlinkung braucht man nur ein Smartphone oder ein anderes Gerät mit Internetverbindung, das in der Lage ist, den QR-Code einzulesen und die Web-Site aufzurufen. Der QR-Code verlinkt direkt auf die Web-Seite des DCV und zeigt dort die Gültigkeit des entsprechenden Coach-Zertifikates an.

Der DCV möchte mit dieser Maßnahme die Authentizität und Aktualität von Coach-Zertifikaten überprüfbar machen.

DCV und DGfC stellen Fusionsprüfungsprojekt ein

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In ihrer letzten außerordentlich einberufenen Mitgliederversammlung beschloss die Deutsche Gesellschaft für Coaching (DGfC) die Beendigung der über die letzten Monate durchgeführten Prüfung einer Fusion mit dem Deutschen Coaching Verband e. V. (DCV).

In vorliegenden Beschluss der Mitgliederversammlung der DGfC heißt es: “Die Mitgliederversammlung möge beschließen, die Fusionsverhandlungen mit dem DCV zum jetzigen Zeitpunkt zu beenden. Der Vorstand wird beauftragt, die Kooperation mit dem DCV fortzusetzen und den Kontakt zu den anderen Coachingverbänden weiter zu pflegen.”

Das so genannte “Fusionsprüfungsprojekt” – das erste seiner Art in der Verbandswelt des Coaching – wurde von Anfang an in großer Transparenz und partizipativ zwischen den beteiligten Verbänden gestaltet, um alle Mitglieder und Vertreter von DGfC und DCV in diesem teils hochkomplexen Prozess mitzunehmen.

Da in demokratischen Verbänden auch immer die Möglichkeit besteht, dass ein Projekt keine Mehrheit findet, sehen beide Coachingverbände in diesem Beschluss nur eine Ablehnung der Fusion, setzen jedoch weiterhin auf die aus der Vergangenheit bekannt stark kooperative Zusammenarbeit. Die Vorstände von DCV und DGfC sprechen sich deutlich für die weitere Kooperation aus - vor allem, aber nicht nur im Rahmen des Roundtable Coaching.

Grundsätzlich bleibt der DCV der Verband der Kooperation, nicht nur zwischen den Mitgliedern, sondern auch zwischen den Verbänden. Die große Anzahl von Coachingverbänden betrachtet der DCV als Nachteil für potenzielle Kunden und auch für die Coaches selbst. Deshalb hält der Verband an der Idee der Zusammenführung weiterhin fest.

Michael Tomoff

Coaching-Weiterbildungen unter der Lupe bei der Stiftung-Warentest

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Der Deutsche Coaching Verband e. V. (DCV), einer der führenden Coaching-Berufsverbände, befürwortet das Bestreben der Stiftung Warentest, Transparenz in den Weiterbildungsmarkt zu bringen und Standards für Coaching-Weiterbildungen zu definieren. Der DCV setzt dies bereits seit seiner Gründung im Jahr 2005 durch die Zertifizierung von Weiterbildungen und von Coachs um. Die vom DCV vergebenen Qualitätssiegel sind heute im Markt anerkannt. Allerdings sieht der DCV das von der Stiftung-Warentest in einer aktuellen Studie (Quelle) angewendete Verfahren der Qualitätsprüfung von Coaching-Weiterbildungen kritisch.

Zum Vorgehen der Stiftung Warentest sagt DCV-Vorstandssprecher Lutz Salamon: “Die Untersuchung der Stiftung Warentest ist ganz im Sinne unseres Verbandes, das gewählte Verfahren bereitet uns allerdings etwas Bauchschmerzen. Qualitätsstandards sollten nicht über Mystery Shopping in Coachingweiterbildungen generiert werden, sondern vielmehr über die gemeinsame Anstrengung der Verbände selbst, auch wenn dies zeitaufwändig scheint. Zertifizierungsverfahren sind dazu beispielsweise ein sehr guter Anfang.”

Bemühungen wie die der Stiftung Warentest haben den Vorteil, dass auch die davon “Betroffenen” wieder einen geschärften Blick für das Überprüfte bekommen. Sie bieten den hervorragenden ersten Impuls, um unter den sich mit Coaching professionell beschäftigenden Instanzen intensiv in den Dialog zu treten. Doch um genau das tun zu können, sollten aus Sicht des DCV einige Punkte beachtet werden:

Wie bei jeder wissenschaftlichen Studie hängt auch die Qualität einer Testung durch ein unabhängiges Institut stark davon ab, ob Kriterien, Befragte, Wertende etc. für andere transparent und zugänglich sind, um - im Zweifelsfalle - diesen Test noch einmal zu wiederholen und - im besten Falle - die selben Ergebnisse zu erlangen (Stichwort: Test-Gütekriterien).

Im genannten Fall blieben jedoch sowohl die “Experten aus Wissenschaft und Praxis” unzugänglich, noch ist klar aus dem Text zu entnehmen, was diese Coaching-Experten zu qualifizierten Gutachtern machte (auch hierfür müssten für eine saubere Durchführung im Vorfeld Kriterien definiert werden).
Einer der gewichtigen Vorteile der Transparenz speziell für die Coaching-Verbände wäre, sich zeitnah im Nachgang eines solchen Testverfahrens mit diesen Personen austauschen zu können, um beispielsweise weitere Schärfung der Kriterien zu schaffen und daraus übergreifende Standards zu entwickeln.

Des Weiteren bleibt unklar, warum speziell die acht geprüften Coaching-Institute evaluiert wurden und nicht andere. Die qualitative Überprüfung dieser Ausbildungsgänge ist ein vom DCV sehr geschätzter erster Schritt. Aufgrund von möglicherweise fehlenden Ressourcen war eine auch quantitativ repräsentative Studie voraussichtlich nicht möglich.

Die genannten Kriterien - so vernünftig und nachvollziehbar sie sein mögen - bleiben so vorerst als von Experten gegeben stehen. Auch die Vorgehensweise der Testung innerhalb der Ausbildungsinstitute ist gerade für den sehr intimen und vertrauensvollen Kontext einer Coachingausbildung schwierig: Es wurden incognito Teilnehmer in die Ausbildungen eingeschleust, die diese dann als Auszubildende durchliefen und gleichzeitig anhand ihrer Kriterien evaluiert haben.

Die beteiligten acht Institute bekamen im Juni dieses Jahres rückgemeldet, dass sie zwischen Herbst 2011 und Herbst 2012 Teilnehmer mit erweiterten Aufgaben dabei hatten, die für die Stiftung Warentest dabei waren. Sie blieben ungenannt.

Der DCV begrüßt die Bemühung um mehr Transparenz und Verbraucherschutz, sofern

  • die Durchführungswege und -mittel transparent und nach wissenschaftlichen Test-Gütekriterien nachvollziehbar aufgestellt sind,
  • in einem solch sensiblen Bereich wie einer Coachingausbildung, in der sich Menschen persönlich öffnen und die gesamte Zusammenarbeit auf Vertrauen basiert, eine andere und ebenfalls transparentere Form der Evaluation genutzt wird, denn die genannte - unabhängig vom Ergebnis der Untersuchung - kann dem Image jedes geprüften Unternehmens nachhaltig Schaden zufügen,
  • eine über den qualitativen Charkater hinaus repräsentative Stichprobe vorliegt, die zu noch aussagekräftigeren Ergebnissen führt,
  • auch der Roundtable der deutschen Coaching-Verbände - der Zusammenschluss von Vertretern einer Reihe von Coaching-Verbänden - als Ansprechpartner von professioneller Seite in eine solche Studie miteinbezogen würde.

Im Namen des DCV sei an dieser Stelle für die sich über viele Monate hinstreckende Bemühungen der Stiftung Warentest für Standards bei Coaching-Ausbildungen ein Dank ausgesprochen. Zudem der Wunsch des DCV an die Stiftung, im Nachgang Synergien zu bilden und ihre vorhandenen Kompetenzen in Testung und Evaluation mit den Coaching-Kompetenzen der Vertreter der Verbände zu bündeln, um so das gemeinsame Ziel, die Standardisierung und Professionalisieren von Coaching, mit vereinten Kräften zu erreichen.

Michael Tomoff

DCV-Mitgliederversammlung – die Highlights

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Eine Woche nachdem die Deutsche Gesellschaft für Coaching (DGfC) auf ihrer Mitgliederversammlung beschlossen hatte, mit dem DCV ergebnisoffene Verhandlungen über eine Fusion aufzunehmen, hat sich auch die DCV-Mitgliederversammlung eindeutig für ein Fortführen der Gespräche ausgesprochen. Die Ergebnisse der Verhandlungen werden der Mitgliederversammlung 2014 zur Abstimmung vorgelegt. Ziel der Fusion war und ist die Qualitätssicherung und weitere Professionalisierung von Coaching.

Die Finanz- und Gebührenordnung wurde von der Mitgliederversammlung genehmigt. Es haben einige Gebührenanpassungen vor allem im Bereich der Zertifizierungsgebühren stattgefunden. Die Neuerungen finden Sie hier.

Wollen Sie wissen, was der DCV für Honorare vorschlägt, die Sie für Ihre Dienstleistung in Zukunft ansetzen sollten? Dann schauen Sie sich die Honorarrichtlinie an, die die Mitglieder des DCVs bei der Honorarfindung unterstützt. Den genauen Wortlaut finden Sie hier.

Bislang konnten nur natürliche Personen Mitglied im DCV werden. Nun können es auch juristische Personen wie Ausbildungsinstitute. Möglich machte dies eine Änderung der Zertifizierungsordnung, die auf der Mitgliederversammlung beschlossen wurde. Die neue Zertifizierungsordnung finden Sie hier.

DCV-Jahresfortbildung und DCV-Coaching-Business - save the date!

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Am 27. und 28. September findet in Berlin die 2-tägige DCV-Jahresfortbildung zum Thema „Psychopathologie für Coachs“ statt. Referent ist der Duisburger Psychologe und Psychotherapeut Carsten Gaggia.

Parallel dazu gibt es ebenfalls in Berlin die Veranstaltung „DCV-Coaching-Business“. Am ersten Tag referiert Gabriele Brähler zum Thema „Gekonnt präsentieren“, am zweiten Tag geht es um „SEO, Facebook-Marketing und mehr“, also um alles rund um Ihren Internetauftritt. Referent ist der renommierte Suchmaschinenoptimierer Sven Deutschländer.

Weitere Details folgen in Kürze!

DCV-Zukunftstag: Coaching professionalisieren - (wie) geht das?

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Am 24. März fand im Anschluss an die Mitgliederversammlung in Düsseldorf der diesjährige DCV-Zukunftstag statt. Dieses Mal drehte sich alles um die ‚Professionalisierung von Coaching‘ und damit auch um die Zukunft des ‚Berufsbildes Coach‘.

Als erstes referierte die Soziologin und Psychologin Dr. Beate Fietze von der Humboldt-Universität Berlin (Institut für Sozialwissenschaften) zum Thema. Dr. Fietze ist Leiterin eines professionssoziologischen Forschungsprojektes zur Professionalisierung von Coaching mit dem Titel ‚Coaching the Coach?‘ Zu den Zielen des Projektes hier ein Auszug aus dem Zwischenbericht:
„Das Ziel des Forschungsprojektes ist die Untersuchung der Professionalisierungsprozesse neuer Beratungsformen insbesondere des Professionalisierungsprojekts ‚Coaching‘. Mit Bezugnahme auf die aktuelle professionssoziologische Diskussion wird der Frage nachgegangen, ob Coaching gegenwärtig die Schwelle zur Etablierung einer neuen Profession überschreitet. Aus professionssoziologischer Sicht entscheidet sich der Erfolg des Professionalisierungsprojektes an der Fähigkeit der Coachinganbieter, für Coaching eine exklusive Zuständigkeit reklamieren zu können. Als Bedingung für die Ausdifferenzierung einer neuen Zuständigkeit muss sich Coaching im „System of Professions“ (Abbott 1988) gegenüber potenziell konkurrierenden Zuständigkeitsansprüchen konzeptionell abgrenzen und den darauf bezogenen Anspruch gesellschaftlich durchsetzen. Im Zentrum dieser Untersuchung steht deshalb die Analyse der von den Berufsverbänden formulierten Coachingkonzepte.“
Neben anderen Ansätzen soll mit Hilfe einer vergleichenden Analyse der Coachingkonzepte der national wie international organisierten Berufsverbände (also auch des DCV) im deutschsprachigen Raum die „manifeste wie latente „mindmap“ der sich herauskristallisierenden neuen Beratungsform „Coaching“ herausgearbeitet werden“. Dabei soll nicht nur der „kleinste gemeinsame Nenner“ gesucht werden, sondern es soll zudem „das Spannungsfeld konkurrierender Auslegungen vermessen“ werden. Die empirische Analyse stützt sich zum großen Teil auf die schriftlich erarbeiteten Coachingkonzepte der Verbände. Zielsetzung: „Die vergleichende Inhaltsanalyse verspricht Einblicke in die konkreten Prozesse und Strategien der Ausdifferenzierung der neuen Profession Coaching gegenüber anderen bereits etablierten Beratungsberufen wie der Psychotherapie oder der Unternehmensberatung. Sie bietet zugleich einen systematischen Überblick über die inhaltlich begründete Binnendifferenzierung personenbezogener Beratungskonzepte wie Supervision, Coaching oder Organisationsberatung. … Durch die Analyse der Coachingkonzepte lässt sich an einem der dynamischsten Professionalisierungsprojekte der Gegenwart darüber hinaus die soziale Konstruktion aktueller gesellschaftlicher Problemwahrnehmung rekonstruieren: Denn die Herausarbeitung der behaupteten Problemlösungskompetenz von Coaching erlaubt nicht nur Rückschlüsse auf die Funktion von Coaching in der modernen Arbeitswelt, sondern auch auf die veränderten Ansprüche an den Einzelnen in der Arbeitswelt selbst. Die Analyse dieser spezifischen Anforderungen, die zur Nachfrage nach Coaching führen, bietet zudem wichtige Anhaltspunkte für eine Einschätzung der langfristigen Erfolgsaussichten der weiteren Professionalisierung von Coaching.“ Dr. Fietze plädierte für eine fortschreitende Akademisierung des Berufsbildes bzw. der Profession ‚Coaching‘ an sich.

Im Rahmen des Zukunftstages folgte nun eine erste Diskussion über diesen theoretischen Teil, der in zwei Runden Brainstorming nach der ‚Open Space‘-Methode mündete. Während der in verschiedenen Räumen stattfindenden Ideensammlungen und Diskussionen wurden viele Fragen aufgeworfen. Diese drehten sich zu einem großen Teil um die Fragestellung, wie in diesem Zusammenhang Ausbildung und (DCV-)Zertifizierung zu bewerten sind. Konkret stand z.B. im Raum: Da schon jetzt DCV-zertifizierte Ausbildungen in Konkurrenz zu Angeboten verschiedener Unis und Fachhochschulen stehen: „Reichen 200 Stunden Ausbildung, um als Profession ernst genommen zu werden?“ Bei stärkerer Forschung an den Hochschulen: „Wie viel Akademisierung ist notwendig? Wie lassen sich Ausbildungen evaluieren? Wie können Wirkungs- und Wirksamkeitsforschungen bzw. die Ergebnisse hieraus in Ausbildungen integriert werden?“ Mit steigenden Ansprüchen an Vorbildung usw. dürfte voraussichtlich die Zahl der Bewerber und Interessierten abnehmen. Wie gehen wir damit um oder beispielsweise auch mit denen, die nur eine ‚Coaching light‘-Variante lernen wollen?

Ein weiteres Schwerpunktthema war zudem: „Mit wem wollen wir uns vergleichen?“ Denn auch andere Berufsgruppen (wie Arbeitspsychologen, Wirtschaftswissenschaftler, Unternehmensberater…) zeigen Interesse daran, Coaching zu einer ihnen untergeordneten Profession zu machen. Wie können wir dem begegnen? Dabei tauchte die Frage auf, welche Qualifikationen und/oder Eigenschaften denn überhaupt einen ‚guten‘ Coach ausmachen und wie man diese Kriterien messen kann (auch im Rahmen der Zertifizierung). Für welche Problemstellungen ist ein Coach zuständig?

Die Akademisierung, die zur stärkeren Professionalisierung führen dürfte, macht weitere Fragen notwendig: Wie können wir uns als Verband (beispielsweise durch Bildung spezieller Fachgruppen) in die wissenschaftliche Arbeit einbinden? Natürlich wurde auch die Verbandsgröße in diesem Zusammenhang weiter thematisiert. Denn nur ein starker Verband hat auch die Möglichkeit, sich stärker in die Debatten rund um die Professionalisierung einzubringen. Wie sich Wachstum erreichen lassen könnte, wurde im Laufe des Nachmittags ebenfalls diskutiert.

Fazit des Zukunftstages: Viele Fragen – (noch) relativ wenige Antworten! Klar ist jedoch, dass wir uns von Verbandsseite aus weiterhin in die Diskussion um die Professionalisierung des Berufes und die Akademisierung und deren positive wie negative Folgen einbringen müssen, um dauerhaft am Ball bleiben zu können. Hier ist jedes Verbandsmitglied gefordert!

(Susanne Koglin)